Hund reißt Reh

Wie der Gemeindeverwaltung mitgeteilt wurde, hat am 2. Januar 2020, im Bereich Lauterburg, ein nicht angeleinter Hund ein Reh gerissen, das aufgrund der Schwere der Verletzungen anschließend durch Jagdausübungsberechtigte erlegt werden musste.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 67 Jagd- und Wildtiermanagementgesetz ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig außerhalb einer befugten Jagdausübung Hunde in einem nicht befriedeten Gebiet außerhalb seiner Einwirkungsmöglichkeit frei laufen lässt. Befriedete Bezirke sind wiederum in § 13 Jagd- und Wildtiermanagementgesetz definiert. Daneben sind gemäß § 9 Absatz 1 der polizeilichen Umweltschutzverordnung der Gemeinde Essingen Tiere so zu halten und zu beaufsichtigen, dass niemand gefährdet wird. Hunde dürfen nach § 9 Absatz 3 dieser Verordnung insbesondere im Außenbereich, ohne Begleitung einer Person, die durch Zuruf auf das Tier einwirken kann, nicht frei umherlaufen. Verstöße hiergegen stellen ebenfalls Ordnungswidrigkeiten dar, welche mit einer entsprechenden Geldbuße geahndet werden können.
 
Bitte bedenken Sie, dass selbst ein gut ausgebildeter Hund bei Anblick von fliehendem Wild durch Zuruf kaum noch aufzuhalten ist. Ein wirklich wirksamer Schutz kann nur durch das Anleinen erreicht werden. Erfreulicherweise sieht man zunehmend Hundehalter, die dies praktizieren. Mit den langen, im Fachhandel erhältlichen, Feldleinen hat der Hund den notwendigen Bewegungsradius, damit auch ihm die Spaziergänge Spaß machen. Auch für den Hundeführer ist es eine Erleichterung, weil er sich nicht ständig auf seinen freilaufenden Hund konzentrieren muss und daher die Natur intensiver genießen kann.
Und sollte es dann doch mal passiert sein, dass Ihr Hund ein Stück Wild gefangen und verletzt oder getötet hat, stehen Sie dazu und melden dies sofort bei der Polizei, der Gemeinde oder einem Jäger. Dieser Personenkreis wird dann den zuständigen Jagdausübungsberechtigten informieren, so dass ein verletztes Tier möglichst schnell gesucht werden kann. Durch die rasche Nachsuche ist es oft möglich, das Wild vor einem qualvollen Tod zu bewahren. Sollte das Tier bereits verendet sein, wird der Jagdausübungsberechtigte den Wildköper unschädlich beseitigen. Der materielle Schaden ist oftmals durch die Hunde-Haftpflichtversicherung gedeckt.