Zensus 2022

Plakat zum zeitlichen Ablauf des Zensus

Die Gemeindeverwaltung Essingen sorgt für das gute Zusammenleben der Menschen in Essingen. Dazu muss sie wissen, wie viele Menschen in der Gemeinde wohnen. Nur dann kann sie für Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Versorgungseinrichtungen, Sportanlagen, Kläranlagen, Bauplätze und vieles andere mehr in der richtigen Größe sorgen. Nur aufgrund einer korrekten Einwohnerzahl erhält die Gemeinde von Bund und Land zudem Geld in vorgesehener Höhe für die Erfüllung ihrer Aufgaben. 
 
Alle zehn Jahre wird deshalb überprüft, ob die fortgeschriebenen Einwohnerzahlen jeder Stadt und Kommune in Deutschland noch richtig sind. Jetzt ist es wieder soweit. Der „Zensus 2022“ findet in den nächsten Wochen statt. Dieser Zensus ist eine Volkszählung, bei der aber nur ein Teil der Bevölkerung gezählt wird, um Aufwand und Kosten zu reduzieren. Wer zu diesem Bevölkerungsteil, der „Stichprobe“ gehört, zählt also für alle.
 
Deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner, die für diese Stichprobe ausgewählt worden sind, beim Zensus mitmachen. Dazu erhalten diese Personen in den nächsten Tagen Post, mit der sich eine Erhebungsbeauftragte oder ein Erhebungsbeauftragter für ein kurzes Gespräch ankündigt, in dem folgende Angaben geklärt werden: Vorname und Nachname, Geschlecht, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Wohnstatus (Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz).
 
Vor Beginn dieses Gesprächs wird sich der oder die Erhebungsbeauftragte ausweisen.
 
Bei einem Teil der Bevölkerung werden im Anschluss an dieses Gespräch persönliche Zugangsdaten für einen Online-Fragebogen übergeben, mit dem weitere Fragen unter anderem zur Bildung und Erwerbstätigkeit sowie zum Beruf beantwortet werden sollen.
 
Ich danke allen für die Zensusstichprobe auswählten Einwohnerinnen und Einwohnern schon jetzt sehr herzlich für ihre Mitwirkung. Sie helfen damit nicht nur der Gemeinde Essingen, sondern auch sich selbst.
 
Zu Gebäuden mit Wohnraum und Wohnungen werden deren Eigentümerinnen und Eigentümer im Rahmen des Zensus 2022 durch das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf postalischem Weg befragt. Vollständige Angaben zur Gebäude- und Wohnungszählung sind für wohnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen ebenso wichtig.

Weitere Informationen

Was ist der Zensus?

Der Zensus ist ein EU-Projekt und vergleichbar mit einer Volkszählung, bei der ermittelt wird wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Außerdem zählt der Zensus alle Wohnungen und Gebäude mit Wohnraum in Deutschland. Diese Daten sind enorm wichtig für Planungen rund um Infrastruktur und unsere Gesellschaft. Es geht dabei nicht darum Menschen auszuspähen oder in irgendeiner Weise zu kontrollieren, sondern es erfolgen statistische Erhebungen, die einen großen Nutzen für alle BürgerInnen haben. Der Datenschutz wird beim Zensus besonders beachtet und es kann kein Rückschluss auf einzelne Personen erfolgen.

Die offizielle Zahl der Einwohner, die sich aus dem Zensus ergibt, ist ja maßgeblich für den kommunalen Finanzausgleich. Der Finanzausgleich setzt sich aus einigen Berechnungsstufen zusammen. Aber vereinfacht kann man sagen: Jeder Einwohner mehr, ergibt ganz grob hochgerechnet 1.500 € mehr Zuwendungen pro Jahr.

Diese Gelder fließen in den Gesamthaushalt ein, damit finanziert die Stadt dann alle ihre Aufgaben, also die Pflege von Spielplätzen und Waldwegen, die Unterhaltung und Reinigung der Straßen, die Ausstattung der Feuerwehr, aber auch Schulen und Kindertagesstätten.
Deshalb ist es wichtig, eine möglichst hohe Einwohnerzahl zu haben und durch den Zensus nicht zu viele „zu verlieren“.

Muss ich Auskunft geben?

Ja, Personen, die zur Befragung aufgerufen sind, müssen laut Paragraf 23 Zensusgesetz 2022 Auskunft geben. Die Auskunftspflicht beim Zensus 2022 ist notwendig, damit die geforderte hohe Qualität und Genauigkeit der Zensus-Ergebnisse erreicht werden kann. Die Personen, die an den Befragungen teilnehmen müssen, werden vorab angeschrieben und von dem zuständigen Erhebungsbeauftragten über ein Ankündigungsschreiben kontaktiert.

Muss ich einen Fremden zu mir ins Haus lassen?

Nein. Die Erhebungsbeauftragten sind geschult, die Befragungen an der Haustür bzw. im Hausgang durchzuführen.

Wie erkenne ich, ob es sich tatsächlich um einen offiziellen Erhebungsbeauftragten handelt?

Die Erhebungsbeauftragten erhalten Ausweise, die Sie legitimieren zur Befragung. Die Ausweise erhalten die Erhebungsbeauftragten erst nach der Verpflichtung auf die Verschwiegenheit und der offiziellen Bestellung von Seiten der Zensus-Erhebungsstelle. Sollten dennoch Auffälligkeiten bestehen, kontaktieren Sie direkt die Erhebungsstelle des Zensus 2022.
 
Kontakt:
Lucia Hügler, Leiterin der Erhebungsstelle Zensus 2022
Telefon: 07361 / 503 - 2040
E-Mail: zensus@ostalbkreis.de

Was passiert mit meinen Daten, die beim Zensus erhoben werden?

Die Daten werden verschlüsselt online übermittelt an das Statistische Landesamt und fließen in die Statistik des Zensus 2022 ein. Die bei jedem Auskunftspflichtigen erhobenen Einzeldaten werden nicht an Dritte weitergegeben, auch nicht an andere Behörden außerhalb der Statistik. Zudem werden die persönlichen Daten zum frühestmöglichen Zeitpunkt von den weiteren Angaben getrennt und gelöscht. Somit sind keinerlei Rückschlüsse auf Personen möglich. Dies entspricht dem Grundprinzip der amtlichen Statistik. Die Ergebnisse werden später veröffentlicht, doch da dies erst nach dem Geheimhaltungsverfahren der Fall ist sind keine Rückschlüsse auf Einzelfälle möglich.

Wie sieht eine Befragung in Zeiten von Corona aus?

Die Befragungen sollen möglichst im Freien, bspw. an der Haustür stattfinden. Zudem erhalten die Erhebungsbeauftragten Desinfektionsmittel, um nach jeder Begehung die Materialien zu reinigen.

Wer wird befragt? Woher weiß ich, ob ich Auskunft geben muss?

Beim Zensus wird nicht jeder Haushalt von Erhebungsbeauftragten befragt. Als Basis gelten die Daten der Melderegister, jedoch sind diese nicht immer fehlerfrei und aktuell. Somit wird beim Zensus eine Haushaltsstichprobe vorgenommen und nur ein kleiner Teil der Bevölkerung konkret befragt. Es handelt sich um circa 10 % der EinwohnerInnen bzw um etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland. Zudem werden Wohnheime befragt und Daten von Gemeinschaftsunterkünften eingeholt.

Welche Daten werden erhoben?

Es werden sogenannte Ziel-1-Merkmale zur Existenzfeststellung erhoben sowie darüber hinausgehende soziodemographische Merkmale (Ziel-2). Ein Muster des Befragungsbogens können die BürgerInnen online auf der Homepage vom Zensus2022 einsehen.

Wie werden die Daten verarbeitet?

Die Daten des Zensus liefern einen wichtigen Beitrag zur Demografie unserer Gesellschaft, also zur Altersstruktur oder dem Geschlechterverhältnis. Zudem wird ermittelt wie die Menschen in Deutschland wohnen, beispielsweise wie viele Personen in einem Haushalt wohnen oder Leerstände es gibt.

Wer ist Ansprechpartner bei Fragen?

Der Zensus wird vor Ort von den Mitarbeitenden der Erhebungsstelle des Ostalbkreises betreut. Bei Fragen, Anmerkungen oder Auffälligkeiten rund um den Zensus sollen sich BürgerInnen gerne melden
 
Kontakt:
Lucia Hügler, Leiterin der Erhebungsstelle Zensus 2022
Telefon: 07361 / 503 - 2040
E-Mail: zensus@ostalbkreis.de

Für die Befragungen von Haushalten und an Wohnheimen im Rahmen des Zensus werden Interviewerinnen und Interviewer für die Städte und Gemeinden des Ostalbkreises, mit Ausnahme der Großen Kreisstädte Aalen und Schwäbisch Gmünd, die eigene Erhebungsstellen einrichten, gesucht.
Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Ostalbkreises.
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