Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist immer wieder ein Thema…

Bald komm wieder die Zeit, in der Bäume und Sträucher geschnitten und vertrocknete Pflanzenreste, Blätter usw. im Garten aufgeräumt werden.


Es kommt immer wieder vor, dass diese Abfälle verbrannt werden. Da auch bei günstiger Witterung die Umwelt durch die Luftverschmutzung belastet wird, sollte generell auf das Verbrennen verzichtet werden. Der beste Weg zur Entsorgung der pflanzlichen Abfälle ist das Kompostieren oder die kostenlose Grüngutabfuhr der GOA zu nutzen, die u.a. im Herbst stattfindet. Des Weiteren können pflanzliche Abfälle aus Privathaushalten bis zu einer Menge von 2 Kubikmetern auf dem Wertstoffhof Essingen oder der Deponie Ellert abgegeben werden. Ab einer Menge von mehr als 2 Kubikmetern können die pflanzlichen Abfälle über die Firma Ritter Recycling GmbH entsorgt werden.
 
Die Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen regelt das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen.
 
Im Innenbereich (d.h. innerhalb bebauter Ortslagen) ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen (z.B. Gartenabfälle wie Baum- und Heckenschnitt etc.) grundsätzlich verboten. Das heißt: innerhalb bebauter Ortslagen dürfen Abfälle grundsätzlich nicht verbrannt werden.
 
Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist im Außenbereich (also außerhalb bebauter Ortslagen) nur unter folgenden Voraussetzungen ausnahmsweise erlaubt:
 
·         Folgende Mindestabstände müssen eingehalten werden:
·             100 m von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen
·             50 m von Gebäuden und Baumbeständen
·         Es dürfen nur die Abfälle verbrannt werden, die auf dem Grundstück angefallen sind.
·         Es dürfen nur die Abfälle verbrannt werden, die aufgrund ihrer Beschaffenheit oder  aus  
          landbautechnischen Gründen nicht in den Boden eingearbeitet (z.B. durch Verrotten, Untergraben,
          Unterpflügen, Kompostieren) werden können.
·         Es dürfen ausschließlich pflanzliche Abfälle von landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten
          Grundstücken verbrannt werden.
·         Die Abfälle müssen trocken sein, so dass sie unter einer möglichst geringen Rauchbelästigung
          verbrennen.
·         Die Abfälle werden zu Haufen oder Schwaden zusammengetragen – flächenartiges Verbrennen ist
          verboten.
·         Es darf kein Geruchsbelästigung entstehen.
·         Durch die Rauchentwicklung dürfen keine Verkehrsbehinderung, keine erhebliche Belästigung und kein
          gefahrbringender Funkenflug entstehen.
·         Das Feuer ist unter ständiger Kontrolle zu halten.
·         Bei starkem Wind sowie zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang dürfen die Abfälle keinesfalls
          verbrannt werden.
·         Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.
·         Die Verbrennungsrückstände sind alsbald in den Boden einzuarbeiten.
 
In ganz besonderen Einzelfällen kann eine Ausnahme zugelassen werden.
 
Ein Verstoß gegen die Vorschriften der Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden.
 
In schweren Fällen kann das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit darstellen, sondern auch nach dem Strafgesetzbuch geahndet werden.
Um Tiere nicht zu gefährden, dürfen die Abfälle erst kurz vor dem Anzünden aufgeschichtet werden.
 
Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist der Gemeinde Essingen (Ortspolizeibehörde) rechtzeitig vorher (mindestens 2 Tage im Voraus) telefonisch, schriftlich oder am besten persönlich anzuzeigen.