Weiherwiesen


Auf einer von dichten Wäldern umschlossenen und von Birken bewachsenen weiten Lichtung bei Tauchenweiler erstreckt sich das Naturschutzgebiet "Weiherwiesen".
Dieses aus dem Quellgebiet des urzeitlichen Wentalflusses hervorgegangene Moorgebiet mit seiner grandiosen Flora zieht seine Besucher in einen magischen Bann. Entstanden ist die faszinierende Moorlandschaft durch Feuersteinlehm, der im Laufe von Jahr-millionen in die flachen Mulden gespült wurde. Hierdurch haben sich deren Böden und Ränder mit einer wasserundurchlässigen Schicht über-zogen. Im Laufe der Zeit konnte sich so auf diesen versauerten, nassen Böden das Feuchtgebiet mit seinen beiden Moorseen entwickeln.


Hinter einem flachen Damm erstreckt sich der jüngere der beiden Moorseen, während der ältere nahezu verwachsen ist. Er bildet ein hervor-ragendes Refugium für Wildenten, Rallen und andere Kleintiere wie Libellen. Der heutige Weiherbach, der aus dem Wasser der Moorseen gespeist wird, versickert nach kurzem Lauf in einer Doline. Die Moorseen selbst werden aus einer Hülbe am westlichen Waldrand mit Wasser versorgt.


Die Weiherwiesen wurden Jahrhunderte lang landwirtschaftlich genutzt.
Hauptsächlich als Weideplatz für Schafe und andere Tiere. Die Weiher
dienten hierbei in erster Linie zur Schafs-wäsche. Zur Schurzeit sollen
hier bis zu 20 000 Schafe jährlich gewaschen worden sein.


Beeindruckend ist die außerordentlich vielfältige Flora. So kann man mit ein wenig Glück Trollblumen, verschiedene Arten von Orchideen, Lupinien und Schwertlilien entdecken. Und wenn das fahle Wollgras silberhaarig übers Moor geistert, mag mancher Besucher im Abend-schein sogar leise erschauern. Wunderschön ist es hier auch später im Jahr, wenn die Farben des Herbstes in die Weiherwiesen gestreut sind und die bizarr aufgewachsenen Moorbirken im lodernden Blättergewand vor dem Wald stehen.